2 mal 3 Fragen an … Christian Hüser

CHRISTIAN HÜSER – Er ist der Garant für gelungene Feste, bei denen Mitmachen und Mitsingen ganz großgeschrieben werden. Mit ihm macht Live-Musik Spaß! Seit fast 20 Jahren macht der Emsländer aus dem Nordwesten Deutschlands hauptberuflich Musik für Kinder und hat sich inzwischen in die Riege der beliebtesten deutschsprachigen Kinderliedermacher gesungen. Angefangen mit Musik hat Christian bereits in der Grundschule, er sang in einer Coverband und gründete später den Kinder- und Jugendchor „Mach mit … Musik“. Neben seinen Auftritten als Sänger und Entertainer für die Kinder, hat sich Christian Hüser auch sehr erfolgreich als Event-Moderator und Pädagoge etabliert. In Fort- und Weiterbildungen sowie Seminaren vermittelt er Erzieherinnen und Erziehern, wie man erfolgreich und kreativ den täglichen Herausforderungen mit Kindern begegnen kann.

– Fragen von Elke Kamper –

Christian Hüser

Christian Hüser

Was macht ein Lied zum Kinderlied und wie einfach darf es sein?

Das ist eine gute Frage … Was macht ein Lied zum Kinderlied? Eigentlich alle Lieder, die Kindern aber auch Erwachsenen gefallen. Kinderlieder dürfen Spaß machen, zum Nachdenken anregen oder einfach nur schön hörbar sein. Ich wundere mich immer wieder in meinen Live Konzerten, wie unterschiedlich Musikwünsche sind. Da gibt es Lieder, die meiner Meinung nach reine Album Nummern sind, aber Kinder wünschen sich diese, um auch in den Konzerten zu träumen. „Einfach oder schwer“ ist glaube ich gar keine Frage. Kinder suchen sich ihr Lieblingslied schnell aus. Was es dann genau ist, was dieses Lied haben muss, entscheidet jeder einzelne für sich.

Welches Kinderlied gefällt dir besonders gut und warum?

Da gibt es ganz viele. Besonders gut „Du schaffst das schon“ von Rolf Zuckowski. Das kann schnell zu einem Lebensbegleiter werden. Es zeigt, wie viel man schon in seinem Leben gelernt hat, aber auch, dass man nach Niederlagen wieder aufstehen kann!

Warum bist du ein guter Kinderlied-Erfinder?

Das müssen wir Kinder beantworten lassen … Manchmal ist es so, dass man glaubt, ein tolles Kinderlied erfunden zu haben und dann fühle ich mich sehr wohl damit. Ich freue mich, es in meinen Konzerten zu spielen und freue mich daran, die Kinder tanzen und lachen zu sehen. Bin ich jetzt ein guter Kinderlieder-Erfinder?

Mit deinen Kinderliederprogrammen tourst du durch ganz Deutschland. Gibt es da für dich spürbare regionale Unterschiede, wie Kinder auf die Musikprogramme reagieren?

Natürlich stellt man in einigen Regionen fest, dass Kindermusik anders wahrgenommen wird. Aber Unterschiede nach Bundesländern kann ich da nicht feststellen. In vielen Regionen ist Kindermusik ein fester Bestandteil in der Kinderkulturszene geworden. Da merkt man, dass Kinder schnell das Bedürfnis haben mitzumachen oder der Geschichte vieler Lieder zu folgen. Manchmal ist es aber auch so, dass man die Kinder zu Ihrem „Musikglück“ bringen muss. Wenn Sie sich einlassen, haben wir es gemeinsam geschafft.

Du hast ja u.a. auch den Kinder- und Jugendchor „Mach mit … Musik“ gegründet. Wie wichtig ist für dich die regelmäßige musikalisch-pädagogische Arbeit mit Kindern? Und wie verändert sie sich im Laufe der Jahre?

Die pädagogische Arbeit mit Kindern ist mir immer sehr wichtig. Viele meiner Programme und Lieder probiere ich in Kindergärten oder Grundschulen vorher aus. In diesem Jahr mache ich seit 20 Jahren Musik für und mit Kindern. Eine große Veränderung habe ich da nicht festgestellt. Vielmehr ist es so, dass, wenn ich viel Freude mitbringe, der Funke auch schnell überspringt. Mit einem Chor zu arbeiten, ist immer ein besonderes Erlebnis. Diese Faszination der Kinder, die Spannung, das Kribbeln, alles ist spürbar. Und das ist der Lohn für den tollsten Beruf der Welt.

Was war für Dich das Bewegendste, das du bisher mit deiner Kindermusik erlebt hast?

Es gab schon viele bewegende Momente, und ich hoffe, es werden auch noch viele kommen. Bewegende Momente sind oft die, wenn ich mit Behinderten, egal ob Kindern oder Erwachsenen, Musik mache. Hier erinnere ich mich an ein Konzert, in dem mir ein kleiner behinderter Junge bei meinem Lied: „Ich mag Dich“, auf den Schoß geklettert ist und sich ganz fest an mich gedrückt hat und mir zugeflüstert hat: „Und ich Dich.“

Link:

www.christianhueser.de

 

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