Rockmusik für Kinder? Funktioniert! – Randale in Köln

– Ein Konzertbericht von Frank Korf –

Randale beim Auftritt im Altenberger Hof in Köln

Randale beim Auftritt im Altenberger Hof in Köln

Zugegeben, als ich das erste Mal von Randale gehört habe, war ich ziemlich irritiert. Rock, Ska, Reggae, gerne auch mal etwas härter, gerne auch mal laut – ist das wirklich noch Kindermusik, begeistern sich Kinder schon für solche Musik? Mittlerweile habe ich gelernt: Ja, tun sie. Und kommen sie auch zu Randale-Konzerten? Oh ja, in Scharen.

Köln, Altenberger Hof, ein Sonntag Nachmittag im März. Ausverkauftes Haus – die 400 Karten sind alle schon im Vorverkauf weggegangen. Im Publikum: Kinder jeden Alters – manche noch mit Schnuller im Mund, manche schon klar im Grundschulalter. Ein Junge, so erfahren wir im Laufe des Konzerts, feiert seinen Kindergeburtstag mit Freunden bei diesem Konzert. Auf der Bühne: Frontmann Jochen Vahle, Christian Keller am Bass, Marc Jürgen an der Gitarre und Garrelt Riepelmeier am Schlagzeug.

Das härteste und das bescheuertste Kinderlied der Welt

Gespielt wird natürlich – wie sich das für ein anständiges Rockkonzert gehört – alles live. Die Musik selbst unterscheidet sich eigentlich nicht ernsthaft von entsprechender Musik für ein erwachsenes Publikum. Was also macht ein Randale-Konzert zu einem Rockkonzert für Kinder?

Da sind zum einen natürlich die Texte – es geht um Wackelzähne und um Monster, wir treffen auf den Hardrockhasen Harald (laut Ansage das härteste Kinderlied der Welt) und auf Käptn Wurstsalat (laut Ansage das bescheuertste Kinderlied der Welt).

Die Action: Hände in die Höhe, Klatschen, Springen, Kreischen – klar, das kennen die Großen von ihren Konzerten auch. Aber dann: Mit den Händen eine Fledermaus formen oder auf dem Bauch trommeln. Eine Polonaise durch den ganzen Saal. Ein Frontmann, der sein Publikum durchkitzelt.

Gitarristen anhimmeln und am Ende „Zugabe“ rufen

Zwischendurch gibt’s mal ein paar Hinweise an das junge Publikum, wie man sich auf einem richtigen Rockkonzert so verhält – den Gitarristen anhimmeln, am Ende „Zugabe“ (oder war‘s „Schublade“?) rufen.

Die Kinder haben ihren Spaß und gehen mit. Und die erwachsenen Begleiter? Auch die haben ihren Spaß und gehen bei manchen Liedern noch mehr mit als ihre Schützlinge. Am Ende des Konzerts sitzt Jochen Vahle inmitten einer Schar Kinder im Saal auf dem Boden und singt „Rakete“.

Fazit nach knapp anderthalb Stunden: Eine gelungene Kindersause.

Rockmusik für Kinder? Funktioniert!

LINK:

www.randale-musik.de

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4 Antworten

  1. in BER-Lin schreit man auch gerne mal: „Flughafen“!

  2. Kommt dort besonders gut

  3. Pelemele Pelemele sagt:

    Man, wie altmodisch sind wir bei Pelemele denn, bei uns in Köln wird einfach „Zugabe“ gerufen 😀

  4. Patricia Parisi Dann könnten wir in Köln natürlich auch „U-Bahn-Bau“ rufen 🙂

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