2 mal 3 Fragen an … Andi und die Affenbande

Andreas Traub, Gründer und Leiter der Kinderliederband „Andi und die Affenbande“, liebt die mitreißenden Konzerterlebnisse. Seit 2008 fegt er über die Kinderkonzertbühnen und nebenher (oder doch hauptberuflich?) schult er den musikalischen Nachwuchs. Zwei Studiengänge (Medieninformatik und Jazz E-Bass) führten ihn über viele erfolgreiche Live- und Studioproduktionen zum Lehrberuf. Mittlerweile ist er stellvertretender Leiter der Biberbacher Musikschule bei Augsburg. Seine Kinder führten ihn 2008 zur Kindermusik und 2009 zur Gründung der Kinderliederrockband „Andi und die Affenbande“, mit der er, neben zwei Kurz-CDs („Meine Burg aus Sand“ und „Mein kleines Raumschiff“), die Kinderlieder CD „SpaghettiRaumschiffMusik“ produzierte.

– Fragen von Anders Orth –

Andreas Taub macht seit 2009 Kinderrockmusik mit seiner Band „Andi und die Affenbande“.

Andreas Taub (2 von links) gründete 2009 die Band „Andi und die Affenbande“.

Was macht aus Deiner Sicht ein Lied zum Kinderlied?

Hmm … nicht ganz einfach! Es gibt ja so viele tolle Kinderlieder, die verschiedener nicht sein könnten. Der Text des Kinderliedes sollte aus dem Leben von Kindern oder Familien inspiriert sein oder Interessen von Kindern verarbeiten; er sollte für Kinder verständlich sein und sie ansprechen. Musikalisch gibt es kaum Grenzen, der persönliche Geschmack entscheidet. Ich glaube, Kinder sind diesbezüglich sehr offen, ihnen gefällt häufig das was den Eltern gefällt. Ein Kinderlied kann so zum Familienerlebnis werden, das alle verbindet. Ich habe dass mit meinen eigenen Kindern so erlebt und finde es toll, wenn ein Lied das schafft.

Welches Kinderlied gefällt Dir besonders gut und warum?

Ich bin großer Ritter Rost-Fan. Ein Lied, das mir besonders gut gefällt, ist „Tut mir Leid, ich hatte keine Zeit“ aus „Ritter Rost geht zur Schule“. Es geht um die Ritter in der Ritterschule, die allesamt keine Hausaufgaben gemacht haben. Das Lied ist wunderbar aus dem Leben gegriffen – und dann ziemlich übersteigert. Ich kann mich immer wieder amüsieren über die abstrusen Ausreden der Ritter, warum sie nicht lernen konnten. Der Nachsatz „und außerdem hatt‘ ich keine Lust“ ist einfach super! Nicht sehr pädagogisch, aber dafür sehr humorvoll – da können Kinder und Eltern zusammen lachen. Und die Musik dazu ist einfach passend.

Oder „Anne Kaffeekanne“. Ein Klassiker. Dazu muss man nicht viel sagen. Es gäbe aber noch viele, viele andere…

Warum bist Du ein guter Kinderlied-Erfinder?

Ich gebe mir viel Mühe, ein guter Kinderlied-Erfinder zu sein. Aber ob ich es bin, dass sollen doch bitte andere beurteilen.

Und: Was hat Dich dazu angetrieben Lieder für Kinder zu schreiben und auf die Bühne zu bringen?

Meine eigenen Kinder. Mit kleinen Kindern wird man ja mit allerhand Musik für Kinder konfrontiert und findet nicht wirklich alles gut – als ausgebildeter Musiker höre da vielleicht auch noch genauer hin. Jedenfalls habe ich dann nach Musik für Kinder gesucht, die mir richtig gut gefällt. Ich habe viel gefunden und mich hat einiges davon inspiriert Lieder für Kinder zu schreiben. Dann besuchte ich das Kindermusikfestival von Geraldino in Nürnberg und war begeistert von der tollen Stimmung dort. Und im nächsten Jahr stand ich mit meiner neugegründeten Band und dem Song „Mein kleines Raumschiff“ selbst auf der Festivalbühne .

Wie wichtig sind die Auftritte für euch? Und gibt es Orte an denen ihr besonders gerne spielt?

Als Liveband sind für uns Auftritte natürlich sehr wichtig! Wir haben riesigen Spaß an den Konzerten für Kinder und Eltern – und es ist jedes Mal ein tolles Erlebnis für uns. Eigentlich sind es nicht spezielle Orte, die einen Auftritt besonders machen, sondern das Publikum. Wenn Kinder und Eltern auf das reagieren, was wir auf der Bühne machen und nicht passiv bleiben, sondern Feedback geben, dann ist das ein tolles Gefühl für uns Musiker. Wir provozieren natürlich eine Reaktion durch unsere Mitmachaktionen, aber das Publikum reagiert immer anders.

Ihr arbeitet ja alle noch in anderen Berufen, vor allem als Musiklehrer: Was macht euch mehr Spaß?

Ich kann nur für mich sprechen, aber ganz klar: Jedes Konzert ist ein kleiner Höhepunkt in meinem Leben! Wir spielen ja keine 40 oder gar 80 Konzerte im Jahr wie andere Kollegen. Der Beruf als Gitarrenlehrer ist das, was ich täglich mache. Da schleicht sich nach fast 20 Jahren auch mal etwas Routine ein und es gibt auch Tage, an denen ich nicht so viel Lust habe. Dass ist mir bei Konzerten für Kinder noch nie so passiert, deshalb machen mir die Konzerte mehr Spaß! Und ich hätte nichts gegen noch mehr Konzerte.

Link:

www.andiunddieaffenbande.de

 

 

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